Donnerstagsakademie: Zwischen Karlsruhe und Rom. Die Katholiken und der badische Staat im Kulturkampf. Vortrag mit Dr. Christoph Schmider, Freiburg
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| Wann |
19.07.2012 von 19:00 bis 20:30 |
| Wo | Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Schloss |
| Name | Bildungszentrum Karlsruhe |
| Kontakttelefon | 0721 93283-12 |
| Termin übernehmen |
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Das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche im Erzbistum Freiburg
und dem badischen Staat war im 19. Jahrhundert von heftigen Konflikten
gekennzeichnet. Beanspruchte der Staat, einem staatskirchlichen Modell
folgend, die letzte Entscheidung auch in kirchlichen Angelegenheiten für
sich, so bestand umgekehrt die Kirche auf ihrer Unabhängigkeit und
Selbstbestimmung. Ein deutliches Misstrauen der protestantischen
Staatsregierung gegenüber den „ultramontanen“, also dem Papst als
auswärtigem Herrscher jenseits der Alpen verpflichteten Katholiken kam
hinzu. Im badischen Kulturkampf, als der erzbischöfliche Stuhl 13 Jahre
lang nicht besetzt werden konnte, weil der Staat den Bistumsverweser
Weihbischof Lothar von Kübel als Kandidaten ablehnte, kam der Konflikt,
dessen – nicht nur schädliche – Folgen bis heute wahrzunehmen sind, zu
seinem Höhepunkt.
Dr. Christoph Schmider, geb. 1960,
Studium der Musikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und
Anglistik; 1991 Promotion; seit 1987 Mitarbeiter des Erzbischöflichen
Archivs Freiburg (EAF); 1993-1995 Ausbildung für den Höheren
Archivdienst, anschließend Stellvertretender Leiter des EAF; seit
1.11.1998 Leiter der Stabsstelle „Archiv, Bibliothek, Registratur“ im
Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg und zugleich Leiter des EAF; 2003
Ernennung zum Erzbischöflichen Archivdirektor.
In
Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe im Rahmen der
großen Landesausstellung „Baden! 900 Jahre Geschichte eines Landes“, und
mit dem Katholischen Akademikerverband in der Erzdiözese Freiburg.

