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Zwischen Himmel und Hölle. Vesperbilder aus dem 14. Jahrhundert

Führung mit Stephan Langer und Dr. Detlef Zinke. Kostenbeitrag: 6 € (Eintritt), 4 € (Eintritt ermäßigt)

Was
Wann 18.02.2012
von 15:30 bis 16:15
Wo Augustinermuseum, Augustinerplatz, 79098 Freiburg
Name
Kontakttelefon 0721 9328330
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Das Vesperbild kennt man auch unter dem Begriff Pietà, was Frömmigkeit oder Mitleid bedeutet. Seinen deutschen Namen bezieht es aus dem Stundengebet. Bei der Abendandacht, ad vesperas, gedachte man nämlich jenes Moments der Passion Christi, da Maria den vom Kreuz abgenommenen Leichnam ihres Sohnes in Empfang nahm, um ihn zu betrauern. Durch die Evangelisten noch gänzlich unbeachtet, hat der emotionale Vorgang erst im Hochmittelalter in die Passionsfolgen Eingang gefunden. Der spezifisch deutsche Beitrag war es dann, die Zweiergruppe aus dem szenischen Ablauf zu isolieren und zum plastischen "Andachtsbild" umzuformen. Dies geschah zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Es ist ein Bild Marias, deren Schmerz und deren eigenes Opfer ihr nach dem Verständnis der Zeit die Rolle einer Miterlöserin im göttlichen Heilsplan zuweist. Und es ist eine Summe des den Menschen zuliebe erlittenen Leidens Christi, weil es die "heilbringenden Wunden" zur Betrachtung darbietet.
Stephan Langer ist Diplomtheologe, er arbeitet als Redakteur beim Konradsblatt sowie als Öffentlichkeitsreferent für das Dekanat Karlsruhe; Dr. Detlef Zinke ist Kunsthistoriker am Augustinermuseum.

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