Coventry-Friedensgebet in der Christuskirche
Immer freitags um 12 Uhr findet auch in Karlsruhe vor dem Friedenskreuz von Coventry (Foto) ein Friedensgebet statt. Zum neuen Jahr hat dieses wöchentliche Gebet einen neuen Ort bekommen. Künftig versammeln sich die Beter in der Christuskirche am Mühlburger Tor.
Das Friedenskreuz wie das Friedensgebet gehen auf eine Initiative an der anglikanischen Kathedrale von Coventry zurück, die 1940 durch einen deutschen Luftangriff zerstört wurde und als Ruine stehen blieb. Aus Nägeln in der Ruine wurde ein Kreuz zusammengefügt, und seit 1959 wird dort an jedem Freitag um 12 Uhr eine Versöhnungslitanei gebetet. Sie entfaltet die Worte „Father Forgive“ – „Vater vergib“ -, die in die Chorwand der Ruine eingemeißelt wurden.
Heute sind Nachbildungen des Nagelkreuzes weltweit verbreitet, und an vielen Orten wird regelmäßig am Freitag um 12.00 Uhr die Friedenslitanei gebetet. Das Karlsruher Nagelkreuz (Foto), getragen von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), Karlsruhe, wird seit 2007 von Gemeinden verschiedener Konfessionen zu Gottesdienst und Gebet in ihre Kirchen geholt. Fast 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und angesichts zahlloser Kriege und gewaltsamer Konflikte weltweit, bittet es um Versöhnung und Frieden und erinnert an die christliche Verantwortung zum Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.
Vor einiger Zeit kam das wöchentliche Friedensgebet dazu. Bislang fand es in St. Stephan statt, künftig nun in der Christuskirche.
(Foto: Stephan Langer)

