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"Tief beeindruckt": Dekan Hubert Streckert freut sich über neuen Papst (Interview mit den BNN)

Mit feierlichem Glockengeläut haben die katholischen Gemeinden in Karlsruhe die Wahl Jorge Mario Bergoglios zum neuen Papst begrüßt. Dekan Hubert Streckert, derzeit mit seinem Weihekurs in Andalusien, äußerte sich im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN, Donnerstagsausgabe) "tief beeindruckt" vom neuen Papst.

Wir haben Sie den ersten Auftritt des Papstes erlebt?

Hubert Streckert: Ich war tief beeindruckt, ich hätte vorher nicht gedacht, dass es mich so ergreifen würde: Wie demütig und einfach dieser Auftritt war, ein schlichtes „Guten Abend“ und ein schlichtes „Gute Nacht“, das hat mich sehr gerührt.

Wie sehen Sie ganz persönlich diese Wahl?

Mir gefällt ganz besonders, dass Franziskus I. ein Jesuit ist. Ich bin der ignatianischen Spiritualität sehr verbunden, die sich etwa ausdrückt in dem Motiv „Gott suchen in allen Dingen“. Ich würde mir wünschen, dass der neue Papst sehr kollegial mit den Bischöfen in der Weltkirche zusammenarbeitet und so auch eine größere Freiheit ermöglicht.

Welches Signal sehen Sie darin, dass ein Lateinamerikaner die katholische Kirche führt?

Ich sehe das Signal vor allem darin, dass Jorge Mario Bergoglio einen sehr einfachen Lebensstil pflegt, dass er als Bischof nicht im Palast gewohnt hat und mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs war.

Was könnte die Wahl für die deutschen Katholiken bedeuten?

Bestimmt werden wir als Deutsche mit unseren Themen und Fragen nicht mehr so direkt mit Rom in Verbindung stehen. Vielleicht folgt daraus eine größere Unabhängigkeit und eine Stärkung der Ortskirchen in Europa. Das wäre für mich eine ganz wichtige Richtung in diesem Pontifikat.

Interview: Klaus Gaßner (BNN) / Foto: KNA-Bild

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