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Voluntarias aus Peru arbeiten in Karlsruher Kindergärten (mit Beiträgen zum Anhören!)

Marleni und Milagros - das sind zwei junge Frauen aus Peru. Und die beiden sind Pionierinnen! Sie sind nämlich die ersten Peruanerinnen, die in Karlsruhe ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Sie arbeiten jeweils in einem katholischen Kindergarten. Begleitet werden sie von der Katholischen Hochschulgemeinde.

In der „Arche Kunterbunt“ begrüßen sich inzwischen viele mit „Hola“. Aber nicht nur das spanische Wort für „Hallo“ hat in dem Kindergarten in Oberreut Einzug gehalten. Die meisten Kinder wissen zum Beispiel auch schon, dass „Frohe Weihnachten“ auf spanisch „Feliz navidad“ heißt. Gelernt haben die Mädchen und Jungen das von Marleni, deren Muttersprache das Spanische ist. Die 21-jährige Studentin aus Cusco in Peru absolviert seit einem Monat ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Karlsruhe.

Dass junge Leute für einen Freiwilligendienst ins Ausland gehen – das ist längst keine Seltenheit mehr. Etwas Besonderes ist es dagegen immer noch, wenn Freiwillige aus anderen Ländern dazu nach Deutschland kommen. Wohl zum ersten Mal sind nun zwei junge Frauen aus Peru für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Karlsruhe gekommen. Zusammen mit Marleni ist dies Milagros. Auch die 24-jährige Erzieherin arbeitet für ein Jahr in einem Kindergarten mit: in St. Klara, einer Einrichtung der Pfarrei St. Elisabeth.

Der Aufenthalt von Marleni und Milagros gehört in den großen Zusammenhang der Partnerschaft des Erzbistums Freiburg mit der Kirche in Peru. Unter dem Dach dieser Verbindung sind schon viele junge Deutsche für einen Freiwilligendienst ins Partnerland gegangen. Seit 2009 funktioniert der Austausch auch in die andere Richtung - finanziert im Wesentlichen durch den Verein "Color esperanza" ehemaliger sogenannter „Voluntarios“ („Freiwillige“) sowie durch Zuschüsse, etwa durch das Hilfswerk „Misereor“.

Begleitet werden Marleni und Milagros in Karlsruhe durch die Katholische Hochschulgemeinde, die seit elf Jahren selbst eine Verbindung nach Peru unterhält. „Insbesondere die Studierenden aus unserer Partnerschaftsgruppe waren gleich begeistert“, erinnert sich Hochschulpfarrer Hans-Jörg Krieg. Schnell hätten sich Paten gefunden, um den Peruanerinnen zur Seite zu stehen. Milagros ist sogar im Wohnheim der Hochschulgemeinde untergekommen, während Marleni bei einer Gastfamilie lebt.

Die beiden Frauen sind dankbar für die Begleitung. Denn natürlich haben sie manchmal Heimweh. Deshalb sind Marleni und Milagros auch froh, dass in der Hochschulgemeinde eigentlich immer etwas los. Man trifft sich, redet, macht Musik oder kocht zusammen. „Nur Blumenkohl müsste es nicht unbedingt so oft geben“, lacht Milagros.

Text, Foto und Audiobeiträge: Stephan Langer

Unser Foto zeigt Marleni Huillca (links) und Milagros Palomino zusammen mit Hochschulpfarrer Hans-Jörg Krieg.

Hier geht es zum ersten und hier zum zweiten Audiobeitrag.

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